Hanföl ist ein Öl, das aus dem Samen des sogenannten Speisehanfs (Cannabis sativa) gewonnen wird. Speisehanf enthält im Gegensatz zu Medizinalhanf praktisch gar keine psychoaktiven Wirkstoffe. Der Konsum von Hanföl macht also nicht High. Der THC-Gehalt liegt bei medizinischem Hanf zwischen 1 und 20 Prozent, wohingegen Speisehanf maximal 0,2 Prozent THC enthält. THC ist eine Abkürzung für den psychoaktiven Wirkstoff Tetrahydrocannabinol, welcher ausschlaggebend für die berauschende und schmerzlindernde Wirkung von medizinischem Hanf ist.

Inwiefern unterscheidet sich Hanföl von CBD-Öl?

Hanföl ist zudem nicht zu verwechseln mit CBD-Öl. Das Cannabidiol-Öl, welches sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit erfreut, ist ein in einem Basisöl (ähnlich wie Hanföl oder Olivenöl) gelöster Extrakt, der aus CBD-reichen Hanfblüten gewonnen wird. Cannabidiol ist ein weiterer Wirkstoff der Hanfpflanze wie THC. CBD ist im Gegensatz THC jedoch nicht psychoaktiv. Die Einnahme von CBD kann dennoch eine beruhigende, schmerzlindernde und angststillende Wirkung haben.

Wie wird Hanföl hergestellt?

Um Hanföl herzustellen, muss man zunächst kalte Hanfsamen möglichst schonend pressen. Die Samen sondern daraufhin nach und nach das gelb-grüne Hanföl ab. Die grüne Farbe bekommt das Hanföl durch das im Öl enthaltene Chlorophyll. Der leichte Gelbton wird wiederum von den im Hanföl enthaltenen Carotinoiden (zum Beispiel Beta-Carotin) verursacht. Hanföl enthält zudem natürlich auch das Antioxidans Vitamin E (zwischen 23 und 80 mg pro 100g). Sonnenblumenöl hat beispielsweise einen Vitamin E Anteil von 62mg und bei Weizenkeimöl liegt der Vitamin E Anteil bei 160mg.