Hanfpflanze

Bei der Hanfpflanze handelt es sich um eine getrenntgeschlechtliche, einjährige Pflanze, die sich in der freien Natur mithilfe des Windes mit anderen Hanfpflanzen kreuzt. Die Blütenbildung der Hanfpflanze ist zudem tageslängenabhängig. Die Blütenbildung beginnt hierbei mit einer anwachsenden Dunkelperiode, wohingegen die Wachstumsphase eine enorme Lichtmenge erfordert. Der Lebenszyklus einer Hanfpflanze beträgt in der Regel zwischen zwei und zehn Monate.

Wachstumsphasen der Hanfpflanze

Das Wachstum der Hanfpflanze beginnt mit der Keimung. Die Samen der Hanfpflanze benötigen für die Auskeimung genug Feuchtigkeit und ein adäquates Nährmedium. Aus dem Samen bildet sich zunächst die sogenannte Pfahlwurzel, welche sich wiederum innerhalb von nur wenigen Tagen in einen Setzling entwickelt. In diesem Wachstumsstadium kann man Hanfpflanzen nur sehr schlecht voneinander unterscheiden. Nach der Setzlingsphase, welche ca. zwei bis drei Wochen anhält, bildet sich eine kleine Pflanze. Diese Entwicklung stellt den Beginn der eigentlichen Wachstumsphase dar. Der Stamm der Pflanze wird in kurzer Zeit sehr viel dicker, sodass der ursprüngliche Setzling zu einer beeindruckenden Pflanze heranwächst. Neben der kräftigen Stammstruktur bilden sich auch eine Vielzahl von Blättern. Nachdem die Wachstumsphase abgeschlossen ist, beginnt die Blütephase. Während dieser Phase begrenzt sich das Wachstum fast ausschließlich auf die Blüten der Hanfpflanze. Während der Blütenphase entwickelt die Hanfpflanze zudem ihr Cannabinoid- und Terpenprofil. Für den Anbau von Hanfpflanzen eigenen sich sowohl Samen als auch Stecklinge. Bei den Samen der Hanfpflanze handelt es sich aufgrund der Feminisierungstechnik zu nahezu 100 Prozent um weibliche Pflanzen, die eine ertragreiche Blütenernte garantieren. Falls man mehrere Hanfpflanzen auf engem Raum anbauen möchte, sollte man stattdessen lieber Stecklinge nutzen. Stecklinge haben für gewöhnlich dieselbe Mutterpflanze. Der Vorteil ist hierbei, dass die identischen Erbanlagen für ein gleichmäßiges Wachstum sorgen.

Inwiefern unterscheiden sich männliche und weibliche Hanfpflanzen voneinander?

Da es sich bei der Hanfpflanze um eine getrenntgeschlechtliche, einjährige Pflanze handelt, findet die Fortpflanzung von Hanf in der freien Natur mithilfe von Windbestäubung statt. Wenn man Hanfpflanzen bewusst anbauen bzw. züchten möchte, wird diese Form der Fortpflanzung jedoch nicht benötigt. Hierbei rücken stattdessen die unterschiedlichen Eigenschaften der beiden Geschlechter in den Vordergrund. Weibliche Hanfpflanzen besitzen beispielsweise höhere Anteile an THC und CBD als männliche Hanfpflanzen. Bei den männlichen Pflanzen gibt es keine Blütenbildung, somit besitzen sie nur einen geringen THC-Anteil. Männliche Hanfpflanzen können außerdem dem Wachstum von weiblichen Hanfpflanzen schaden. Beim Anbau von Hanf muss man also ganz genau auf das Geschlecht der Pflanzen achten.